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Warum Sie keine Angst vor Augenoperationen haben müssen!

Wie läuft eine Augen-OP ab? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten? Erfahren Sie mehr.
Ein Auge im Detail.

Wertvolle Sehkraft

Bild einer Wundversorgung am Auge.

Augen-Operation

Bild einer Augenuntersuchung.

Augenuntersuchung

Da der Sehsinn etwas besonders Wertvolles ist, haben Patienten häufig Bedenken gegenüber einer Augen-OP. Dank der aktuellen medizinischen Möglichkeiten, verlaufen allerdings fast alle Augenoperationen ohne Komplikationen. Eine weitere Sicherheit gibt das intensiv geschulte und erfahrene Fachpersonal.

Ablauf einer Augenoperation

Es gibt unterschiedliche Operationsverfahren, um Augenerkrankungen wie beispielsweise Katarakt, Glaukom, Netzhautablösung, Keratokonus oder Lidfehlstellungen zu behandeln. Wie läuft eine operative Behandlung am Auge ab?

Vorbereitung:

Vor dem Eingriff erfolgt zunächst ein Beratungsgespräch mit einem Facharzt für Augenheilkunde. Dabei wird entschieden, ob eine Teilnarkose des Auges ausreichend oder eine Vollnarkose notwendig ist. Bei den meisten Patienten wird die erste Variante angewendet. Im Falle einer Vollnarkose würde dann noch ein Vorgespräch mit einem Anästhesisten erfolgen.

Durchführung:

  • Wird bei der Augen-OP ein Laser zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit genutzt, kann das LASIK- oder das LASEK-Verfahren angewendet werden. Bei der LASIK-Methode wird die Hornhautoberfläche wie ein „Deckel“ angeschnitten und zur Seite geklappt. Danach kann das darunterliegende Gewebe durch den Laser behandelt werden. Bei der LASEK-Methode wird vor dem Laser-Einsatz nur die oberste Hornhautschicht abgetragen. Der Operateur wählt individuell das jeweils passende OP-Verfahren aus.

  • Die weltweit häufigste Augenoperation ist das Einsetzen einer künstlichen Linse bei grauem Star (Katarakt). Diese Methode wird verwendet, wenn die Augenlinse getrübt ist. Die betroffene Linse wird zunächst mit Ultraschall oder Laser zerkleinert und dann aus dem Auge abgesaugt. Anschließend wird die passende Kunstlinse eingesetzt.

  • Zum Ende der Operation wird meist ein Augenverband oder eine Augenkompresse angelegt. Sie sollen das Auge vor äußeren Einflüssen schützen. Der Vorteil von Augenkompressen ist das weiche Material, das sowohl Schutz liefert, als auch eine hohe Luftdurchlässigkeit aufweist. Die Kompressen werden meist mit Pflasterstreifen vor dem Auge angebracht. Selbstklebende Augenkompressen sind leichter und passgenauer anzubringen, angenehm zu tragen und schützen das Auge ebenfalls vor Fremdkörpern. Es sollte immer eine Empfehlung vom ärztlichen Personal erfolgen, welche Art von Verband für den Patienten geeignet ist.

Nachbereitung:

Auch nach der Augenoperation wird der Patient vom Fachpersonal beraten und betreut. Aufgrund der heutigen medizinischen Möglichkeiten ist das Ergebnis von Augenoperationen in den allermeisten Fällen positiv. Ein Restrisiko besteht – wie bei allen Eingriffen am menschlichen Körper – jedoch immer. In diesen seltenen Fällen stehen den Patienten weiterhin die Ärzte für eine bestmögliche Nachbehandlung und Korrektur zur Seite.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Ob und inwieweit eine Augenoperation von der Krankenversicherung getragen wird, ist je nach Krankenkasse und Fall unterschiedlich. Augenlaserbehandlungen, die aufgrund eines hohen Sehfehlers – wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung – erfolgen, zählen normalerweise zu komfortmedizinischen Leistungen und werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ist die Sehschärfe jedoch hochgradig eingeschränkt, dann kann es im Einzelfall durchaus zu Ausnahmeregelungen kommen. Wenn grundsätzlich eine medizinische Notwendigkeit der Augenoperation anerkannt wird, dann übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung einen Teil der Kosten. Ab wann eine Augen-OP als notwendig angesehen wird, ist allerdings nicht einheitlich geregelt. Betroffene sollten sich mit ihrem individuellen Fall an die Krankenkasse wenden. Bei privaten Krankenversicherungen gilt die vertragliche Vereinbarung. Darin ist festgelegt, in welcher Höhe die Kosten übernommen werden. Jedoch wird auch hier eine Augenoperation aus ästhetischen Beweggründen nicht bezuschusst.

Da eine Laserbehandlung als ein „chirurgischer Eingriff“ steuerlich absetzbar ist, können die eigenen Kosten reduziert werden. Diese Möglichkeit umfasst allerdings nur einen Teil der entstandenen Kosten. Deshalb ist es ratsam, sich bereits vor der Operation einen Finanzierungsplan zu machen. Allgemein gilt: Jeder Patient sollte hinreichend Informationen einholen und sich genug Zeit lassen, um den Nutzen einer Augenoperation abzuwägen.