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Wie Kinder Augenpflaster gerne tragen: 5 Tipps

Kleine Patienten vom Tragen der Augenpflaster zu überzeugen, ist häufig nicht einfach. Hier finden Sie Motivations-Tricks.

Kinder bekommen ein Augenpflaster, wenn die Sehstärke eines Auges deutlich schlechter ist als die des anderen. Häufig neigt das schwächere Auge dann auch zum Schielen (Strabismus). Um dieses schlechtere Auge zu trainieren, wird das besser sehende Auge mit einem Pflaster abgeklebt. Mit der Zeit wird dadurch die Sehstärke verbessert. Allerdings fällt ein Augenpflaster immer auf, weshalb manche Kinder das Tragen in der Öffentlichkeit als unangenehm empfinden. Trotz der bewährten und guten Wirkung der Augenpflaster, haben Eltern deshalb machmal Mühe damit, ihr Kind zu überzeugen. Mit einigen Tricks können die kleinen Patienten aber meist doch zum Tragen der Augenpflaster motiviert werden.  

Die Wahl des Augenpflasters  

Es gibt eine große Auswahl an Augenpflastern. Zu Beginn sollte das vielfältige Angebot getestet werden, um die perfekte Passform zu finden. Auch kann zwischen verschiedenen Farben entschieden werden. Es gibt unauffällige, hautfarbene oder bunte Augenpflaster mit Motiven. Besonders bei Kindern ist die Pflasterwahl nach der Optik sehr wichtig, da für sie das Tragen eines Augenpflasters eine ganz besondere Situation darstellt.  
Zudem ist es wichtig, auf eine gute Qualität der Augenpflaster zu achten. Für eine empfindliche Haut werden hautfreundliche Varianten angeboten. Auch sollte der verwendete Klebstoff hautfreundlich sein und dafür sorgen, dass das Pflaster gut hält. Gleichzeitig darf das Augenpflaster beim Tragen nicht ziepen und muss ohne Schmerzen entfernt werden können.  
Die Kosten werden in der Regel bei Vorlage eines Rezeptes komplett von der Krankenkasse übernommen.  

Kinder für das Augenpflaster begeistern  

  1. Zunächst sollte dem kleinen Patienten in kindgerechter Sprache die Notwendigkeit eines Augenpflasters erklärt und anschließend Raum für Fragen gelassen werden. Auch wenn die Fragen und möglichen Sorgen nach Vorstellungen von Erwachsenen übertrieben sind oder anscheinend nicht in direktem Bezug zu einem Augenpflaster stehen, sollten sie sachlich beantwortet werden. So merkt das Kind, dass es ernst genommen wird und das Augenpflaster nur für sein Wohlergehen ist.
  2. Befindet sich das Kind in einer Kindergartengruppe oder Schulklasse, sollten Erzieher oder Lehrer mit einbezogen werden. Sie können die anderen Kinder dafür sensibilisieren, dass das Tragen eines Augenpflasters etwas ganz Normales ist.
  3. Für Kinder ist vor allem das Aussehen der Augenpflaster wichtig. Es gibt ein großes Angebot mit den unterschiedlichsten Farben und Aufdrucken. Aus dieser Vielfalt sollte sich das Kind seinen Favoriten, mit dem es sich wohlfühlt, selbst aussuchen.
  4. Ein weiterer Tipp ist, das Kuscheltier mit einem Augenpflaster zu versehen. Kinder haben oftmals eine emotionale Bindung zu ihrem Lieblingsplüschtier. Trägt dieses den gleichen Augenschmuck, fühlen sie sich mit ihrem Augenpflaster sicherer.
  5. Ähnlich hilfreich kann es sein, wenn eine beliebte Kinderbuchfigur oder ein beliebter Comic-Held ein Augenpflaster aufgemalt bekommt. Besonders stark kann dieser Effekt sein, wenn die Lieblingsfigur zugleich eine Identifikationsfigur darstellt. Malerisch und spielerisch kann das Augenpflaster auf diese Weise auch ein bisschen „cool“ werden. 

Wichtig ist, dass sich das Kind mit seinem Augenpflaster wohlfühlt. Dafür sind besonders der Tragekomfort und die Optik von großer Bedeutung.